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Projekt mit Vorbildfunktion

(Bericht aus Acher- und Bühler Bote vom 23.11.2011,Vom Redaktionsmitglied Wilfried Lienhard)

Investor für das DORV-Zentrum gefunden / Eröffnung für Ende 2012 geplant


Bühl-Eisental. Auf dem Weg zum Eisentaler "DORV"-Zentrum ist eine entscheidende Hürde genommen.In der Raststatter HK Wohnbau von Hermann Krug ist der notwendige Investor gefunden, der das Grundstück mit der Auflage übernimmt, das DORV-Zentrum wie geplant zu errichten. Gestern Morgen ließ Ortsvorsteher Georg Feuerer einen Sektkorken knallenuns stieß mit Krug sowie Architekt und DORV-Team-Mitglied Jürgen Lauten auf ein gutes Gelingen an.

2008  war es, als sich der Ortschaftsrat dem Thema näherte. Dabei stieß er auf das "DORV"-Konzept in Jülich Barmen, wo es unter der Regie von Heinz Frey umgesetzt wurde. Hinter dem Kürzel verbirgt sich das Ziel: Dienstleistung und ortsnahe Rundumversorgung. Frey berät auch heute noch die Eisentäler, gerade heute wird er zu weiteren Gesprächen erwartet. Umfragen zeigten, daß in Eisental ein Einkaufsladen vermisst wird, einen Metzger beispielsweise gibt es beispielsweise seit 16 Jahren nicht mehr, der Lebensmittelmarkt hat zur Jahrtausendwende geschlossen. Berechnungen ergaben, daß sich ein solches Geschäft unter bestimmten Bedingungen betriebswirtschaftlich rechnen könnte. Das geeignete Gelände fand sich in der Ortsmitte auf dem Areal des ehemaligen Winzerkellers, und die 1100 Quadratmeter waren im städtischen Besitz. So konnte ein Konzept entwickelt werden, das in Baden-Württrmberg einzigartig sein dürfte, wie Jürgen Lauten sagte, und das Vorbildfunktion entwickeln könnte.

Eisental setzt neben einer Einkaufsmöglichkeit stark auf eine sozial-kommunikative Komponente und trägt dabei dem demographischen Wandel Rechnung. Das Konzept steht auf mehreren Säulen: Neben dem Lebensmittelmarkt mit einem Vollsortiment an Gütern des täglichen Bedarfs werden Dienst und Soziallleistungen angeboten. zu den Dienstleistungen gehören beispielsweise Post und Bank. Eine örtliche Bank wird hier ihre Angebote unterbreiten, mit Automaten und einem Beratungszimmer , das mehrmals in der Woche besetzt sein soll.  Und auch die Poststelle werde hier ihr neues Domizil beziehen, kündigte Georg Feuerer am. Lauten berichtet von verschiedenen weiteren Partnern, die in das Projekt einsteigen wollten. So sind in dieser Woche noch fünf Gespräche mit Dienstleistern anberaumt. Zu den Soziallleistungen gehört beispielsweise ein Apothekendienst; auf ehrenamtlicher Basis könnten auch Hol- und Bringdienste etabliert werden. Für das Erdgeschoß ist eine Physiotherapiepraxis eine beschlossene Sache.
Für den Lebensmittelmarkt mit einer Verkaufsfläche um die 100 q ist man mit mehreren Bäckern und Metzgern aus die Region im Gespräch, die eines eint: Sie sind kleine Betriebe. "Wir wollen damit ein Alleinstellungsmerkmal schaffen", erläutert Lauten, es soll hier nicht das angeboten werde, was es überall gibt. Auf welcher Basis das Geschäft geführt werden wird, ist noch nicht entschieden, wobei die Präferenz auf einer von der DORV-Gemeinschaft alf Finanzierungsgesellschaft getragene GmbH liegt. Dazu werden Bürgeranteile gezeichnet: "Knapp 15.000,-- Euro haben wir bereits zusammen", berichtet Georg Feuerer, das Ziel seien 50.000 bis 60.000 Euro.  Die Dividende sei die Möglichkeit, wieder im Ort einkaufen zu können, sagt Lauten: "Wir wollen durch die Anteile die Bevölkerung an den Laden bindenund eine Identifikationsmöglichkeit schaffen". Und ganz "nebenbei" werden Arbeitsplätze geschaffen, insgesamt sechs: Eine Vollzeitstelle, eine Halbtagsstelle sowie vier Arbeitsplätze  auf 400-Euro-Basis. "Abgerundet"wird das Zentrum durch acht Wohnungen - von vier Zimmern mit rund 120 Quadratmetern bis zu Penthouse-Wohnungen mit 90 Qm. Für die Wohnungen gibt es bereits Absichtserklärungen, so daß Hermann Krug die Vermarktung optimistisch angeht.
Der Zweite Zeitplan steht: Der Bauantrag soll noch vor Weinhnachten eingereicht werden, damit im Frühjahr mit den Bauarbeiten begonnen werden kann. Die Bausumme beziffert Krug auf zwei Millionen Euro, die Bauzeit auf sechs Monate: In einem Jahr soll das Ziel erreicht sein und das " DORV-Zentrum " seine Pforten  öffnen - und dann dürfen wieder die Sektkorken knallen. 

→ weiterer Zeitungsbericht als PDF-Datei:
"Tante Emma kehrt zurück: DORV-Zentrum Eisental mit Grundversorgung wird Realität"