DORV

'D'ienstleistung und 'O'rtsnahe 'R'undum'V'ersorgung

Ein Modell zur Sicherung der Grundversorgung auch in kleinen Gemeinden

Kaufladen im Dorf Nahversorgung

Die Versorgung mit Waren und Dienstleistungen des täglichen Bedarfs ist ein unverzichtbares Stück Lebensqualität und ein wichtiger Standortfaktor für die Gemeinde. In zahlreichen ländlichen Gemeinden sowie in Stadtteilen ist diese Nahversorgung bedroht. „Strukturen brechen gemeinsam“–schließt der Lebensmittelladen, wirkt sich das negativ auf die anderen Geschäfte und Einrichtungen im Ort aus. Die Lebensqualität leidet darunter erheblich, insbesondere für die Bürgerinnen und Bürger, die nicht so mobil sind, für ältere Mitbürger/innen, für Behinderte, für Kinder und Jugendliche…

Ausgangslage

Die Ausgangslage ist eine sehr typische Situation im ländlichen Raum. Die Nahversorgung geht in vielen Dörfern und Stadtteilen zurück oder ist teilweise gar nicht mehr vorhanden. Die Lebensqualität leidet darunter erheblich, insbesondere für die Bürger, die nicht mehr oder nicht so mobil sind, also für ältere oder behinderte Mitbürger sowie für Kinder und Jugendliche.

Ziele

 Ziel dieses Zukunftsmodells ist es, die Lebensqualität zu verbessern, wohnortnahe Arbeitsplätze zu schaffen, neue Wege zur Kommunikation und Information zu nutzen, die Integration von Neubürgern zu beschleunigen, regionale Identität zu stiften und die Wertschöpfung durch das Anbieten der Produkte regionaler Erzeuger (Landwirte, Metzger und Bäcker) in der Region zu behalten.

Besonders die nicht (mehr) mobilen Menschen und jungen Familien sollen sich im Ort rundum selbst versorgen und lebenslang in der gewohnten sozialen Umgebung leben können.

Damit will das DORV-Zentrum Voraussetzungen schaffen, sogar Wohnen und Arbeiten im ländlichen Raum wieder zusammenzubringen.

Das beim Rückgang oder Zusammenbruch von Nahversorgung in kleineren Wohnstandorten zu beobachtende Versagen des Marktes, ist durch ein solches bürgerschaftliches Engagement zu kompensieren. Menschen gestalten ihre Zukunft selbst, nicht gegen sondern mit Privatwirtschaft und öffentlicher Hand.


DORV Fünf-Säulenmodell

5-Säulen-Modell

Ein DORV-Zentrum ist nach dem 5-Säulen-Modell aufgebaut. Nicht nur Lebensmittel, sondern öffentliche, halböffentliche und private Dienstleistungen sowie eine Vielzahl sozialer und medizinischer Angebote und Leistungen sind unter einem Dach zusammengebracht. 

Gleichzeitig wird das DORV-Zentrum zu einem Ort der Begegnung in der Gemeinde, wo man sich trifft und auch mal „ein Schwätzchen hält“.  

Betreiberstruktur
Je nach Einwohnerzahl, Kaufkraft und betriebswirtschaftlichen Voraussetzungen wird das DORV-Zentrum als bürgerschaftliches, integratives oder kaufmännisches Modell betrieben, das gleichzeitig eine berufliche Existenz sichern kann.

Analyse und Umsetzung

Um verlässliche Daten zu erhalten, ob und in welcher Betreiberstruktur sich ein solches DORV-Zentrum rechnet, wird in einem ersten Schritt eine grundlegende Basisanalyse durchgeführt.
In weiteren Analyseschritten wird eine Machbarkeitsstudie erstellt und die Umsetzungsstrategie entwickelt. Bürger/innen, (potentielle) Betreiber und Lieferanten, Landwirte, Lebensmittelhandwerk, Verwaltung und Gemeinderat, Banken, Post und weitere Dienstleister sowie die sozialen Einrichtungen werden dabei von Anfang an einbezogen.

Auf Grundlage einer Basisanalyse und unter Einbeziehung der Bürger/innen werden Schritt für Schritt die Betreiberstruktur, Machbarkeit und das kundenorientierte Angebots- und Dienstleistungsspektrum geprüft. Gemeinsam mit unserem Kooperationspartner, der DORV-Zentrum GmbH, begleiten wir Sie auf dem Weg von der Idee bis hin zur Eröffnung eines DORV-Zentrums in Ihrer Gemeinde.